Rina Malagayo Alluri ist Assistenzprofessorin und UNESCO-Lehrstuhl für Friedensforschung an der Abteilung für Friedens- und Konfliktforschung der Universität Innsbruck. Ihr Habilitationsvorhaben konzentriert sich auf die Dekolonialisierung der Friedens- und Konfliktforschung.
Rina ist eine transnationale Migrantin, die auf verschiedenen Kontinenten gelebt und gearbeitet hat und seit 2018 in Österreich zu Hause ist. Geografisch gesehen nennt Rina Alluri nicht weniger als vier Kontinente ihr Zuhause. Sie wurde in Mumbai, Indien, geboren – dem Herkunftsland ihres Vaters. Ihre Kindheit verbrachte sie zunächst in Nigeria, später in Kanada. Eine Zeit lang lebte sie in der Schweiz, heute wohnt sie in Salzburg und lehrt und forscht in Innsbruck.
Für die Friedens- und Konfliktforscherin hat der Begriff „Zuhause” wenig mit Ländern oder Nationen zu tun. „Heimat ist für mich vor allem dort, wo mein Partner und meine Kinder sind“, sagt sie. „Aber ich fühle mich auch in Kanada zu Hause, auf den Philippinen, der Heimat meiner Mutter, und sogar in Frankreich, wo ich gerade meine Familie besucht habe.“ Rina Alluri forschte als Postdoktorandin an der Universität Zürich (2017–2019) zum Transnationalismus der srilankischen Tamilen-Diaspora. Sie hat einen Doktortitel in Politikwissenschaft von der Universität Basel (2010–2014), einen Master in Entwicklungsstudien vom Institute of Social Studies in den Niederlanden (2006) und einen Bachelor in Politikwissenschaft von der University of British Columbia, Kanada (2004).
Bevor sie an die Universität Innsbruck kam, arbeitete sie als unabhängige Beraterin für Friedensförderung (2015–2020), bewertete Friedens- und Menschenrechtsorganisationen im Vereinigten Königreich und in der Schweiz und unterstützte eine Kinderstiftung in Nepal. Zuvor war sie bei swisspeace als Programmbeauftragte (2008–2014) und stellvertretende Leiterin des Programms «Business and Peace» (2014–2015) tätig, wo sie Dialogprozesse leitete, lehrte und Forschungsarbeiten in Myanmar, Ruanda und Äthiopien durchführte. Rina ist Fellow des Salzburg Global Asia Peace Innovators Forum und Mitglied der Salzburg Global Diversity, Equity and Inclusion Advisory Group. Sie ist Mitbegründerin des BIPOC Circle, einem Netzwerk, das sich mit sozialen und politischen Themen befasst, und Mitglied des akademischen Beirats des Georg-Arnhold-Programms für Friedenserziehung und nachhaltige Entwicklung.
Foto © Stefan Hohenwarter