Ziele und Zielgruppenenglish

Ziele: Warum eine Entwicklungstagung?

Was wir wollen: Einen einmaligen (sozialen) Ort für Grundsatzreflexion und eine entwicklungspolitische Debatte anbieten und dialogisch mit politikrelevantem Content füllen.

1. Inhaltliche Weiterentwicklung

Die Tagung ermöglicht den beteiligten Personen und Institutionen, ihre eigenen Zugänge und Positionen im Hinblick auf grundlegende Aspekte der Entwicklungspolitik und humanitären Hilfe im Rahmen eines kollektiven Lernprozesses weiterzuentwickeln. Die Entwicklungstagung versteht sich als Freiraum für die Reflexion der zahlreichen Widersprüche, in denen wir uns tagtäglich bewegen. Dies bedeutet, dass Weltentwicklungen benannt werden und mit dem bereits vorhandenen Wissen, dem eigenen Weltbild, verglichen werden, um davon ausgehend neue Anstöße für eine zeitgemäßere Praxis zu erhalten. Damit werden folgende Subziele verfolgt:

  • den politischen Dialog zu Grundfragen der Weltentwicklung zu unterstützen;
  • visionäres Denken und die Auseinandersetzung mit alternativen Entwicklungswegen zu fördern;
  • die Teilnehmer*innen dazu anzuregen, ihre Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen und Entscheidungen stärker zu realisieren;
  • eine Weiterbildung und kritische Auseinandersetzung mit aktuellen und relevanten Veränderungen der Rahmenbedingungen von Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit anzubieten;
  • Entwicklungszusammenarbeit und Entwicklungsforschung in ihrem Dialog zu unterstützen.

2. Medienpräsenz & öffentliches Zeichen

Die Entwicklungstagung ist ein wichtiges Lebenszeichen nach außen, dass hinter dem Thema Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe viele interessierte Menschen und Organisationen stehen; das tut auch jenen gut, die sich seit Jahren engagieren und durch die breite Teilnahme konkret erleben, dass sie „nicht die Einzigen sind“, die das tun. Öffentliche Präsenz kann motivierend wirken.
Hier darf man sich allerdings keine Wunder an Präsenz in Mainstream-Medien erwarten. Entwicklungspolitik wird dort ein Randthema der Berichterstattung bleiben; unverzichtbar ist es deshalb, im alternativen Bereich Medienarbeit zu machen, ob über Community-Radio und -TV oder über Social Media. In OÖ sind dazu Radio FRO und Dorf-TV sowie die Medienwerkstatt Linz im Wissensturm relevant; in Wien Radio Orange 94.0 sowie okto-TV.
Dennoch macht die Tagung Entwicklungsfragen als solche bemerkbar, auch bei Politiker*innen und anderen öffentlichen Stakeholdern. In jedem Fall wird aber die Öffentlichkeitsarbeit zur Tagung im Vergleich mit den Vorjahren intensiviert.

3. Vernetzung

Die Entwicklungstagung ist Treffpunkt der entwicklungspolitischen Öffentlichkeit; Menschen aus den verschiedensten Feldern der Entwicklungsarbeit begegnen einander: NGO-Mitarbeiter*innen, engagierte Aktivist*innen, interessierte Studierende, Journalist*innen, Mitarbeiter*innen öffentlicher Einrichtungen … Diese Vernetzung reicht aber auch über das Feld der Humanitären Hilfe und Entwicklungspolitik hinaus und öffnet somit ein breites Spektrum an Perspektiven. Insbesondere ist die Entwicklungstagung eine Chance, dass Entwicklungspolitik und Bildungssektor in Kontakt und Austausch zueinander treten. Auch der Ökologiebereich soll im Hinblick auf das Thema der Transformation der globalen Ordnung angesprochen werden; im Hinblick auf das Thema der Tagung 2020 wird insbesondere aber der soziale Bereich angesprochen. Auch der Dialog mit Akteur*innen aus dem Wirtschaftsbereich bleibt bedeutsam. Damit sollen die herkömmlichen Grenzen zwischen dem Milieu der Entwicklungspolitik überschritten und neue Kooperationsprojekte realisiert werden.

Zielgruppen: Wen erwarten wir bei der Entwicklungstagung?

Die Entwicklungstagung wird für ca. 300 Personen konzipiert, die aus verschiedenen Milieus kommen: Umweltpolitik und Entwicklungspolitik, Studierende und Praktiker*innen der EZA begegnen einander.

Zielgruppen der Entwicklungstagung sind:

  • Mitarbeiter*innen entwicklungspolitischer Institutionen;
  • Aktivist*innen und Sympathisant*innen entwicklungspolitischer, globalisierungskritischer, umweltpolitischer und sozialer Organisationen und Bewegungen;
  • an entwicklungs- und sozialpolitischen Fragestellungen interessierte Personen;
  • öffentliche Meinungsbilder*innen und Entscheidungsträger*innen.

Ein kleiner Rückblick: Teilnehmer*innen der 7. Entwicklungstagung 2017 in Graz

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Video © Surya Knöbel