Radwa Khaled-Ibrahimenglish

Radwa Khaled Ibrahim ist Referentin für kritische Hilfe bei der Hilfs-und Menschenrechtsorganisation medico international sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin am Schwerpunkt globaler Süden mit besonderer Berücksichtigung der Geschlechterverhältnisse. In der ägyptischen Revolution (2011) politisch sozialisiert, treibt sie die Frage um, wie global-politische Verhältnisse so strukturiert werden können, dass ein gutes Leben für alle und alles möglich ist. Dies geht sie mit einer analytischen Perspektive an, die in kritischer Entwicklungstheorien, (geo-)Politik von Unten und transnational feministische Perspektiven auf Weltpolitik verankert sind.

In der Schnittstelle zwischen der kritischen transnationalen Zivilgesellschaft, Aktivismus und Wissenschaft hat sie sich verschiedene Themenkomplexe durch Projekte angenähert, unter anderem die Verbindung zwischen Kunst, Revolution und Transformation (Graffiti Dokumentation und Dokumentarfilm Kairos Keller sowie analytische Einordnung durch wissenschaftliche Publikationen: Ägypten-Deutschland 2013-17); oder in den letzten Jahren die (Un-)Möglichkeit einer feministischen Außen-und Entwicklungspolitik unter anderem in Verbindung mit Akteur:innen aus Jerusalem, Sudan und Deutschland (Publikationen, Vorträge und Veranstaltungsreihe zwischen Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Basisaktivismus Gleichheit-Militarisierung-Feminismus? Feminismen in Zeiten des Krieges 2023-2024); dekoloniale Perspektiven auf die Folgen des Russland-Ukraine Krieges (Fach- und Mediale Veröffentlichungen 2022); oder, wie eine Dekolonialisierung der Hilfe dahin gehen kann, dass sie in planetarische Solidarität mündet (Vernetzungsprojekt in und zwischen der Indonesischen und Deutschen kritischen Zivilgesellschaft. Begleitet von der transnationalen Veranstaltungsreihe: Decolonizing Aid: planetary Solidarity beyond Aid: Indonesien- Deutschland 2021-2023).

Während der zunehmenden gravierenden globalen Verschiebungen vor dem Hintergrund der Polykrise, interveniert Radwa durch kritische Kommentare und/oder Analysen entweder über ihre Seite auf dem medico Blog oder in print-und audio medien wie z.B. die Tageszeitung TAZ zu aktuellen Ereignissen. In 2025 waren ihre Kommentare vor allem zum Krieg in Gaza, die Proteste in Kenia, und die politische Deutung der de facto Abschaffung der USAID.

Radwa Khaled-Ibrahim wird am Samstag von 14:00-15:30 Uhr einen Workshop zum Thema „Feministische dekoloniale Solidarität in der Entwicklungszusammenarbeit und
internationalen Kooperation“ leiten sowie am Sonntag von 9:15-10:45 Uhr beim Abschlussplenum „Frieden und Konfliktmanagement. („Women, peace & security“) sprechen.

Foto © Philip Eichler

Veröffentlicht in Allgemein, Programm #ET2025, Referent*innen #ET 2025.