Host: über:morgen – Atelier für Zukunftsgestaltung, Friedensbüro Salzburg, PH Salzburgenglish

WS D: Gerechtigkeit denken – Frieden schaffen: Szenarien für eine lebenswerte Zukunft

Workshopsprache: Deutsch / Workshop language: German

In diesem interaktiven Workshop erkunden die Teilnehmenden mögliche Zukünfte im Kontext von Frieden, Gerechtigkeit und globalem Zusammenleben.
Mithilfe der „Zukunftsbox Zusammenleben in der Welt“ entwickeln sie in Kleingruppen realistische, utopische oder dystopische Szenarien auf Basis ausgewählter Trendkarten.
Ausgehend von einem selbstgebauten Wunschszenario wählen sie eine vorbereitete Design Challenge aus – oder formulieren bei Bedarf eine eigene.

Ziel ist es, konkrete Ideen zu entwickeln, wie gerechtes und friedensförderndes Zusammenleben in einer komplexen Welt möglich werden kann.

Bezug zum Tagungsthema

Im Kontext des Tagungsthemas Friede, Gerechtigkeit und stabile Institutionen setzen sich die Teilnehmenden mit der Frage auseinander, wie gesellschaftlicher Wandel aktiv gestaltet werden kann. Die Methode bietet einen strukturierten, kreativen Zugang zu Zukunftsfragen und fördert den Dialog über Handlungsspielräume in unterschiedlichen Lebenswelten. Die verwendete Methodik ermöglicht es, Frieden nicht nur als Abwesenheit von Krieg, sondern als aktiven Gestaltungsauftrag im Alltag, in Institutionen und globalen Beziehungen zu denken.

Ziele des Workshops

• Erleben und Anwenden ausgewählter Methoden der Zukunftsbox Zusammenleben in der Welt zur Entwicklung von Szenarien und Lösungsideen.
• Förderung eines dialogischen, multiperspektivischen Austauschs über gerechte und friedensfördernde Zukunftsszenarien.
• Förderung von Zukunftskompetenzen und Dialogfähigkeit in komplexen, konflikthaften Kontexten.
• Reflexion der erarbeiteten Szenarien im Hinblick auf gesellschaftlichen Transfer, z. B. für partizipative (Bildungs)prozesse.
• Kennenlernen von Materialien und methodischen Ansätzen zur Szenarienentwicklung und darüber hinaus.

Ablauf & Didaktisches Konzept:

1. Aktivierender Einstieg (30 Min.)
• Zukunftsaufstellung, Abholung von Wortmeldungen
• Teambildung & Vorstellung
• Diskussion von Zukunftsfragen im Team (mit Hilfe von Impulsfragen)
• Reflexion

2. Einführung & Szenarienentwicklung (90 Min.)
• Thematischer Einstieg und Vorstellung der Zukunftsbox Zusammenleben in der Welt
• Entwicklung von Zukunftsszenarien in Kleingruppen mit Hilfe der Trendkarten, die zentrale Themenfelder wie Macht, Verantwortung, technologische Entwicklung, Emotionen und globale Gerechtigkeit abdecken. Abschluss mit einem Wunschszenario.
• Präsentation einzelner Wunschszenarien.
• Einführung ausgewählter Zusatzkarten wie z. B. Megatrend- oder Perspektivenkarten – Diskussion der Wunschszenarien hinsichtlich Wirkung, Herausforderungen und Chancen.

3. Herausforderungen (Design Challenges) & Lösungen (30 Min.)
• Wahl oder Formulierung konkreter Herausforderungen
• Entwicklung von Lösungsideen
• Präsentation der erarbeiteten Lösungsansätze

2. Reflexion & Transfer (30 Min.)
• Reflexion zu Material und Methode: Erlebte Erfahrungen und Lernprozesse.
• Diskussion über Transfermöglichkeiten in verschiedene Kontexte (z. B. Bildung, Friedensarbeit, politische Prozesse)

Anforderungen an Teilnehmende

Offenheit für kreative Methoden; keine Vorkenntnisse erforderlich.

Berücksichtigung der Gender-Dimension

Die Workshop-Methodik setzt auf eine diverse Zusammensetzung der Gruppen, um unterschiedliche Perspektiven zu fördern. Die Gender-Dimension wird explizit bei der Entwicklung von Szenarien mit den Trendkarten sowie durch den Einsatz der Perspektivenkarten berücksichtigt, insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen von Zukunftsszenarien auf verschiedene gesellschaftliche Gruppen.

 

Workshop Leitung:

Helga Mayr, über:morgen – Atelier für Zukunftsgestaltung
Barbara Siebert, Friedensbüro Salzburg
Susanne Polacek, SuM-RG (=Realgymnasium für Sport und Musik)/AHS und PH Salzburg

Veröffentlicht in Workshops#ET25_Runde2.