Workshopsprache: Englisch / Workshop language: English
Die Klimakrise gefährdet unsere Ernährungssicherheit und unsere Lebensgrundlagen – sie führt zu Unsicherheit und verstärkt Konflikte.
Vor allem Menschen im Globalen Süden müssen oft abwägen, wie sie begrenzte Mittel einsetzen, um Risiken zu mindern und trotzdem in der Lage zu sein, ihren Lebensunterhalt zu sichern.
Viele Menschen, insbesondere Frauen und Menschen mit Behinderungen, die in „fragilen Staaten“ mit einer konfliktreichen Vergangenheit und Gegenwart leben, sind von struktureller Gewalt und Militarisierung betroffen. Diese Konflikte werden unter anderem durch einen Kampf um Ressourcen wie Öl und Gas, Bergbauprojekte, Großstaudämme oder die Agrarindustrie ausgelöst und verschärft – Projekte, die häufig von internationalen Investoren, Banken und Regierungen finanziert werden.
Sie untergraben feministische, ökologische und andere soziale Bewegungen, die die Konzentration wirtschaftlicher und politischer Macht, traditionelle Geschlechternormen sowie das vorherrschende Wirtschaftswachstumsmodell in Frage stellen.
Mutige Aktivist*innen in Basisorganisationen, internationalen NGOs und der Politik setzen sich für Menschen- und Frauenrechte, Umweltschutz und Frieden und die Inklusion von Menschen mit Behinderungen ein, die 16% der Weltbevölkerung, in manchen humanitären Kontexten jedoch 27% ausmachen.
In vielen Regionen der Welt sind Aktivist*innen zunehmend geschlechtsspezifischen Bedrohungen, sexualisierter Gewalt, Einschüchterung, Verleumdungskampagnen, Bedrohungen ihrer Kinder und anderer Familienmitglieder bis hin zu Folter und Mord ausgesetzt.
Netzwerke wie die Global Alliance for Green and Gender Action (GAGGA) oder WIDE arbeiten daran, die Zusammenarbeit zwischen von Frauen geführten Basisorganisationen und Gender-, Umwelt- und Klimagerechtigkeitsbewegungen auf verschiedenen Ebenen zu verbessern, um Lobbying (und Advocacy) für Umwelt- und Klimagerechtigkeit zu verfolgen und die Führungsrolle, Widerstands- und die Handlungsfähigkeit von Frauen, Mädchen, trans-, nicht-binären und intersexuellen Menschen, mit und ohne Behinderungen zu stärken und ihre Menschenrechte fördern.
Die WIDE-Mitgliedsorganisationen Licht für die Welt und trans:verse gemeinsam mit Grettel Navas (Chile) werden im Forum zum „Nexus Frauen – Friede – Klima“ auf spielerische und interaktive Weise ein schwieriges, aber nicht hoffnungsloses Thema vorstellen.
Jennifer Pitter-Lopez und Sophie Vessel (Licht für die Welt) werden das „Entscheidungsspiel“ moderieren (ursprünglich entwickelt vom Klimazentrum des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds, angepasst für die Einbeziehung durch J. Pitter-Lòpez), das sich mit den Auswirkungen der Klimakrise auf verschiedene Bevölkerungsgruppen befasst.
Grettel Navas (Universität Chile) berichtet aus ihrer Forschung, wie verschiedene Formen von Gewalt, einschließlich physischer, struktureller, kultureller und ökologischer Gewalt, zu Unsicherheit, Prekarität und schwerwiegenden Folgen für die psychische Gesundheit von Aktivist*innen für Klimagerechtigkeit führen können.
Julia Scharinger (trans:verse) zeigt mit Fallstudien aus Burkina Faso, der Demokratischen Republik Kongo, Brasilien, den Philippinen, Nigeria und Mosambik, die sich den Überlappungen von Konflikt, Gender und Klima widmen, welche Handlungsmöglichkeiten es nichtsdestotrotz gibt.
Moderation: Birgit Mayerhofer (trans:verse)