Workshop 1: Philosophisches WeltCafé: Globale (Un)Gerechtigkeit. Kritische Entwicklungstheorie und Interkulturelle Philosophie im Dialog.english

Dynamiken globaler Ungleichheiten beginnen im Kopf: in den Vorstellungen, Konzepten, Einschätzungen, Ein- und Ausgrenzungen, die wir mit Blick auf „Andere“ vornehmen und die von persönlichen Begegnungen über politische Auseinandersetzungen bis hin zu globalen Beziehungen reichen.

In unserem interaktiven Workshop nähern wir uns den folgenden Komplexen aus philosophischer und entwicklungskritischer Perspektive und versuchen nicht nur einen interdisziplinären Brückenschlag, sondern auch den Dialog zwischen Theorie und Praxis:

  • Globale Gerechtigkeitskämpfe vis-à-vis globale Ungleichheit: Wie sehen Alternativen (zur Entwicklung) aus?
  • Spannungen und (ungleiche) Machtverhältnisse zwischen traditionellen Wissensformen und (westlichen) Modernisierungsprozessen: Was heißt in diesem Zusammenhang „Fortschritt“ und „gutes Leben“?
  • Welches Wissen und welche politischen/ökonomischen Strukturen braucht eine post-COVID Welt?

Der Workshop findet im Format eines Weltcafés statt. Autor*innen der POLYLOG Ausgabe zu „Interkulturelle Philosophie und Kritische Entwicklungstheorie im Dialog“ geben an verschiedenen Kaffeehaustischen kurze Impulsinputs, bevor wir in Kleingruppen über die Anregungen bzw. Texte diskutieren sowie Perspektiven und mögliche Schritte für eine konstruktive Zusammenarbeit von Wissenschaft, Praxis, Politik und Zivilgesellschaft erarbeiten.

Referent*innen:

Franz Gmainer-Pranzl, geboren 1966 in Steyr (OÖ), studierte Katholische Theologie und Philosophie in Linz, Innsbruck und Wien. Seit 2009 ist er Professor und Leiter des Zentrums Theologie Interkulturell und Studium der Religionen an der Universität Salzburg. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind interkulturelle Philosophie, interkulturell-theologische Erkenntnislehre, politische und religiöse Entwicklungen in Afrika, Dialog mit Kritischer Entwicklungsforschung.

Alexandra Grieshofer ist Programmkoordinatorin des Austrian Partnership Programme in Higher Education and Research for Development (APPEAR) und Dissertantin am Institut für Internationale Entwicklung an der Universität Wien. In ihrem Beitrag der POLYLOG Ausgabe 44 beschäftigt sie sich mit wirkmächtigen und problematischen Vorstellungswelten von (kultureller) Andersheit im Spannungsfeld der modernen Erzählung von Entwicklung.

Jessica Dömotör promovierte zum Thema „Eine interkulturelle Wirtschaftsethik der globalen Gerechtigkeit. Der Einsatz Julius Nyereres“. Sie beschäftigt sich mit Fragen der Wirtschaftsethik vor derm Hintergrund des kolonial-geschichtlichen Erbes der globalen Ökonomie. Derzeit arbeitet sie als Referentin für die Bewertung internationaler Studienbewerbungen bei uni-assist e.V. und leitet dort das Team Mittel-, Osteuropa und Türkei.

Workshop-Termin: Samstag, 12. November 2022, 11:15 bis 13:00 Uhr.

Dieser Workshop findet im Seminarraum Z74 im Science Park 2 statt.

zum Gesamtprogramm der Tagung

zur Anmeldung

Veröffentlicht in Workshops.