Von Partnership und Ownership, Messern und Melonen.

Ein Bericht vom Forum Ownership und Partnership. Zur Rolle von Besitzerschaft und Partnerschaft in der Entwicklungszusammenarbeit der Dritten Österreichischen Entwicklungstagung in Linz. Walter Schicho (Mattersburger Kreis, Projekt Internationale Entwicklung) eröffnet das Forum mit einem Impulsreferat, in dem er einige Verbindungslinien zwischen den Hauptreferaten der Tagung und dem Thema des Forums aufzeigt: Er zitiert Paul Singer,...

Was ist Eigentum? Grundpositionen zu einem verdrängten Begriff.

Ines Zanella (Südwind Tirol) und Pier-Paolo Pasqualoni (Universität Innsbruck und ATTAC Österreich) leiteten bei der Dritten Österreichischen Entwicklungstagung das Forum mit den Schwerpunkten Privateigentum und Eigentum und Recht. Vier Grundpositionen waren im Vorfeld der Entwicklungstagung 2005 in einem Reflexionsprozess erarbeitet worden, nämlich eine marxistische, eine liberalistische, eine feministische und eine christliche. Diese vier Grundpositionen wurden...

Das dringlichste Problem. Die Landfrage in Guatemala.

Ingrid Urizar (Landpastoral der Erzdiözese Quetzaltenango) und Liliana Jimenez (Sozialarbeiterin in den Chorti Gemeinden) boten in einem Workshop der Dritten Österreichischen Entwicklungstagung eine Überblick über Lebensweisen, Problematiken und Hoffnungen in Guatemala. „Begegnung mit Gästen“ nennt sich die Initiative des Welthauses, die im Rahmen der Entwicklungstagung eine weitere Station nahm. Karin Weissensteiner (Welthaus Salzburg) und Luggi...

Gemeinsam Wirtschaften. Erfahrungen mit Eigentum und Solidarökonomie

Pia Lichtblau (Mattersburger Kreis) und Silvia Pitscheider (Frauensolidarität) moderierten ein gut besuchtes Forum der Dritten Österreichischen Entwicklungstagung, das die Grenzen und Möglichkeiten der Solidarökonomie auslotete. Paul Singer und Peter Ulrich Lehner hielten Referate. Paul Singer, Staatssekretär für solidarische Ökonomie im brasilianischen Arbeitsministerium, erzählte, wie in Brasilien die Solidarökonomie entstanden ist. Er konnte dabei an seine...

"Behinderung und Entwicklung" - "Inclusive Development"

In einem relativ kleinen Workshop der Dritten Österreichischen Entwicklungstagung fanden sich ProjektmitarbeiterInnen bzw. -koordinatorInnen von Horizont 3000, der ADA und der Caritas sowie einige StudentInnen ein. Die ReferentInnen Andrea Eberl und Lukas Scherak von Licht für die Welt (vormals Christoffel Blindenmission) stellten zu Beginn ihre Organisation vor und gingen dabei auf die Schwerpunkte Prävention, Heilung...

Thema: Wachstum Umwelt Entwicklung

Die Welt ist im Umbruch. Auf drei Entwicklungstagungen versuchten wir diese Veränderungen besser zu verstehen. Die erste Österreichische Entwicklungstagung 2001 in Salzburg widmete sich der Zivilgesellschaft und damit einer Akteurin bzw. einem Aktionsfeld der Einen-Welt-Bewegung. Die zweite Österreichische Entwicklungstagung 2003 in Graz versuchte, dem Phänomen der Globalisierung auf die Spur zu kommen. Ganz wesentlich ging...

Programm

Die Entwicklungstagung bring fragmentierte Weltsichten zusammen: Menschen aus den Bereichen Ökologie und Entwicklungspolitik debattieren miteinander über die großen Fragen der Zukunft. Das Programm des Reflexionsvorganges wurde von einer eigens eingesetzten Arbeitsgemeinschaft ausgearbeitet. Diese besteht aus MitarbeiterInnen des Paulo Freire Zentrums, der AG Globale Verantwortung, Südwind Tirol, der Universität Innsbruck, der ÖFSE, von Politischen Akademien und...

Workshop 15: Regenbogen der Wünsche.

Der Regenbogen der Wünsche spannte einen Bogen von unseren eigenen Vorstellungen hinsichtlich Wachstum, Umwelt und Entwicklung hin zu einer kollektiven Sichtweise. Über eine theaterpädagogische Annäherung an das Tagungsthema. Nicht nur TeilnehmerInnen seien die BesucherInnen seines Workshops, sondern vielmehr TeilgeberInnen, sagte Armin Staffler, Theaterpädagoge und Leiter des Theaterworkshops Regenbogen der Wünsche. Die Arbeit erfolgte szenisch, über...

Workshop 14: Ilisu hat System: Einblicke in die österreichische Exportförderung.

Nicht-Regierungs-Organisationen verweisen seit etlichen Jahren auf hochproblematische österreichische Exportprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern, welche meist ohne Wissen der Öffentlichkeit staatliche Exportförderungen erhalten. Hintergründe dazu zeigte dieser Workshop auf. Nach einer kurzen Vorstellung des Vortragenden Thomas Wenidoppler (ECA Watch Österreich) sowie der TeilnehmerInnen konnte der Workshop gleich mit einer einleitenden Frage beginnen: Was sind ECAs? Was...

Workshop 13: Politische Ökologie: Politisches Projekt und Wissenschaft von ökologischen Verteilungskonflikten.

Menschen befinden sich mitten in ökologischen Verteilungskonflikten. Im Workshop über  Politische Ökologie wurden Grundannahmen der Forschung über diese Konflikte vorgestellt und Konzepte für politisches Handeln diskutiert. Karin Fischer, Obfrau des Mattersburger Kreises und Chefredakteurin des Journals für Entwicklungspolitik, eröffnete den Workshop mit einem kurzen Input darüber, wie die ökologische Krise in der Entwicklungsdebatte aufgegriffen wurde....

Workshop 12: Vermessene Lebensstile.

In Informations- und Bildungsprozessen werden qualitative Phänomene quantifiziert. Wie dies vor sich gehen kann und inwiefern die damit einhergehende Reduktion sinnvoll ist, wurde in Bezug auf Lebensstile diskutiert. Nach einleitenden Worten der Seminarleiterinnen Regina Steiner (Forum Umweltbildung) und Ulli Vilsmaier (Universität Salzburg) und einer kurzen Vorstellungsrunde der TeilnehmerInnen, widmeten wir uns alsbald einschlägigen Vorarbeiten, um...

Workshop 11: Globales Lernen konkret: Lebensmittel Mittel zum Leben?

Globales Lernen durch persönliches Erleben kennen zu lernen und das eigene Bewusstsein für Ernährungsfragen schärfen, waren die Ziele dieses Workshops. Thematisiert wurden dabei v. a. die weltweiten Preissteigerungen für Grundnahrungsmittel und die Lebenssituation der Bauern und Bäuerinnen in aller Welt. Zunächst konnten sich nur wenige TeilnehmerInnen unter dem Begriff „Globales Lernen“ konkret etwas vorstellen. Aus...

Workshop 10: Globaler Express ins Krisenland.

Hunger und die weltweite Nahrungsmittelkrise waren die Kernthemen dieses Workshops, in dem aufgezeigt wurde, inwiefern die weltweite Nahrungsmittelkrise als jahrelang praktizierte Menschenrechtsverletzung zu begreifen ist. Nach einer kurzen aber interessanten Vorstellungsrunde der WorkshopteilnehmerInnen stellten die Gastgeberinnen zunächst die Organisation vor, in deren Auftrag sie von Wien ins sonnige aber kalte Innsbruck gereist waren. FIAN steht...

Workshop 9: Finanzmärkte und Nachhaltigkeit.

Klaus Gabriel teilte als Leiter des interaktiv angelegten Arbeitskreises bei der IV Entwicklungstagung in Innsbruck sein Wissen über entwicklungspolitische Aspekte von Geldanlageformen mit den zahlreichen TeilnehmerInnen des Workshops. Sabine Martin-Jell (ÖFSE) moderierte souverän durch das Programm. Während das Thema ethische Formen des Investment bis zum Ende des 20. Jahrhundert von den Finanzmärkten zunächst gar nicht,...

Workshop 8: Millenniumsziele Umsetzung lokal und kommunal.

Nachhaltigkeit und Armutsreduktion sind in den Milleniumszielen festgeschrieben. Aber wie können Klimaschutz und Entwicklungspolitik konkret in lokalen Kontexten umgesetzt werden? Zum Auftakt des Workshops stellte Gottfried Krasa, Leiter der Abteilung Umweltrecht im Amt der NÖ Landesregierung, die Schwerpunkte der Entwicklungspolitik des Bundeslandes Niederösterreich in einem Kurzvortrag vor. Bei der Auswahl von Projekten waren drei Initiativen...

Workshop 7: Globale Verantwortung.

„Wachstum Umwelt Entwicklung“ diese Zusammenhänge müssen auf globaler Ebene betrachtet werden: Einerseits essen wir beispielsweise Obst aus Lateinamerika, andererseits sind wir mit Krisen globalen Ausmaßes konfrontiert. Wie können wir nicht nur in diesem Kontext verantwortlich handeln? Stephan Lutter (Sustainable European Research Institut Wien) präsentierte den 17 TeilnehmerInnen des Workshops zunächst eine kurze und prägnante Einführung...

Workshop 6: Genderansätze in der Entwicklungs- und Umweltpolitik.

Die Berücksichtigung von Geschlechterverhältnissen in der Umwelt- und Entwicklungspolitik ist zumindest theoretisch mittlerweile Standard. Behandelt wurden, welche theoretischen Konzepte diesbezüglich wichtig sind und welche Probleme nach wie vor bestehen. Der Workshop wurde von Gertrude Eigelsreiter-Jashari (Südwind NÖ), Sabine Hilbert (Amt der NÖ Landesregierung), Brigitte Holzner (ADA) und Gottfried Krasa (Abt. Umweltrecht im Amt der NÖ...

Forum 5: Nutzungskonflikte um die Ressource Wasser Machtverhältnisse und Entwicklungskonzepte im Widerspruch?

Im Forum 5 der Entwicklungstagung beschäftigten sich die TeilnehmerInnen mit dem Menschenrecht auf Wasser, seinen komplexen Problemen und vielseitigen Konflikten. Der blaue Planet Erde. Die Erde besteht zu 2/3 aus unserer Lebensgrundlage, dem Wasser. Trotzdem haben über eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und jährlich sterben Millionen Menschen an Krankheiten, die durch schmutziges...

Forum 2: Technologischer Fortschritt als Ausweg aus dem Umwelt-Wachstum Dilemma?

Die Welt hat sich in ein Dilemma manövriert: Auf der einen Seite steht die Entwicklungsagenda, auf der anderen der Anspruch auf Nachhaltigkeit. Hilft uns die Technologie da raus? Um die globale Armut drastisch reduzieren zu können, scheint im Rahmen der dominierenden, kapitalistischen Akkumulationslogik ein beschleunigtes Wachstum in Entwicklungsländern dringend erforderlich. Gleichzeitig droht die Klimakrise und...

Abschlussplenum: Ein Beispiel und zwei Ausblicke.

Das Abschlussplenum der Entwicklungstagung sah sich der Herausforderung gegenüber, die Themen auf eine Handlungsebene zu bringen und einen Blick in die Zukunft zu wagen. Nachdem Fred Kabuye ein Beispiel präsentiert hatte, war es Elmar Altvaters und Beckie Malays Aufgabe, ihren Ausblicken und Forderungen für die Zukunft Ausdruck zu verleihen. Was tun? Im letzten Teil der...

Reflexion in Dialog und Aktion.

Nicht nur wegen dem versprochenen Kipferl hatten sich bereits zeitig in der Früh an jenem wunderschönen Sonntag, dem 16. November 2008 zahlreiche TeilnehmerInnen der Entwicklungstagung zum Reflexionsfrühstück in der SOWI Innsbruck eingefunden. Geboten wurden eine Zusammenfassung der Foren sowie ein Regenbogen der Wünsche. Reflexion in Dialogform zum Frühstück. Andreas Exenberger (Universität Innsbruck) und Birgit Habermann...