Eröffnungspolylog: Global Governance und Geopolitik.

Können die Sustainable Development Goals (SDGs) halten, was sie versprechen? Was braucht es heute für echte nachhaltige Entwicklung? Das Eröffnungspanel in Form eines Polylogs stand ganz im Zeichen des SDG 16 „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“, das sich als roter Faden durch die diesjährige Entwicklungstagung zog. Karin Fischer (Uni Linz, Mattersburger Kreis) stellte sich als...

Keynote Diskussion: Demokratie, Autoritarismen und die Zukunft der Entwicklungspolitik. Fachbeiträge aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Der Samstagmorgen der Entwicklungstagung startete mit Fachbeiträgen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft zum Thema Demokratie, Autoritarismen und der Zukunft der Entwicklungspolitik. Moderator war Andreas Obrecht, Leiter des Wissenschaftsbereichs für Entwicklungszusammenarbeit des OeAD (Agentur für Bildung und Internationalisierung) in Bildung und Forschung. Die Hauptrede hielt Stephan Klingebiel, Leiter des Forschungsprogramms inter- und transnationale Kooperation des IDOS (deutsches...

Plenarvortrag: Frieden und Konfliktmanagement – Women, Peace & Security.

Am 31. Oktober 2000 bekräftigte die UN mit der Resolution 1325 „on women and peace and security“ die Rolle der Frauen für Konfliktlösung und Friedenserhalt. Damit wurde auch die Notwendigkeit ihrer Partizipation in Friedensprozessen sowie Maßnahmen zum Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt, vor allem in Konfliktzonen, betont. Angesichts der von Aufrüstung und Kriegen geprägten Gegenwart behandelte...

Plenarvortrag: Gerechtigkeit und environmental justice.

Weltweit sind indigene Völker von mehr als einem Drittel aller dokumentierten Umweltkonflikte betroffen. Die meisten davon hängen mit Bergbau, fossilen Energieträgern, großen Staudammprojekten oder der Landwirtschaft zusammen. Am häufigsten berichten betroffene Gemeinschaften über Landenteignungen und den damit einhergehenden Verlust ihrer Lebensgrundlagen. Eine wesentliche Ursache dieser Entwicklungen ist die Energiewende im Globalen Norden: Sie erhöht den...

Workshop A: Menschenrechte und Umweltstandards in einer neuen Ära der Globalisierung.

2024 deckten Journalist*innen der New York Times erhebliche Menschenrechtsverletzungen in Indiens Zuckerplantagen auf. Die Recherche offenbarte neben missbräuchlichen Arbeitsverhältnissen und Kinderarbeit auch Frauen, die zu Hysterektomien gedrängt wurden, um Menstruationsschmerzen oder Schwangerschaften als vermeintliche Beeinträchtigung ihrer Arbeitsleistung auszuschließen. Unter den Marken, die ihren Zucker von diesen Plantagen beziehen, sind auch „Coca-Cola“ und „PepsiCo“. Erst nach...

Workshop C: Illicit Financial Flows – Drivers of Insecurity and Inequality.

Im Rahmen der 9. Österreichischen Entwicklungstagung an der Universität Innsbruck fand am 22. November ein vom Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC) organisierter Workshop zu Illicit Financial Flows (IFFs) statt. Moderiert von Martina Neuwirth beleuchtete der Workshop Ursprung, Ausmaß und politische Steuerungsmöglichkeiten illegaler Finanzströme aus globaler, afrikanischer und regional-europäischer Perspektive. Als Referentinnen wirkten...

Workshop E: Tirol post/kolonial – das Globale im Regionalen (Teil 1).

Kolonialismus wird häufig mit fernen Orten und vergangenen Jahrhunderten verbunden. Der Workshop „Tirol post/kolonial – das Globale im Regionalen“ zeigte im Rahmen der Entwicklungstagung 2025 in Innsbruck, wie tief globale Ungleichverhältnisse im tagtäglichen Leben verwurzelt sein können: Durch Straßennamen, Konsumverhalten und kulturelle Praktiken. Ein kritischer Rundgang führte entlang verschiedener Stationen durch die Innenstadt der Tiroler...

Workshop E: Tirol post/kolonial – das Globale im Regionalen (Teil 2).

An der nächsten Station vor der Innsbrucker Hofburg rückten Herrschaft und Erinnerung im öffentlichen Raum in den Mittelpunkt. Thematisiert wurde dabei auch die Benennung von Straßen und Plätzen als Ausdruck politischer Entscheidungen und gesellschaftlicher Wertevorstellungen. Welche Personen oder Ereignisse im Stadtbild sichtbar gemacht werden, sagt viel darüber aus, was als erinnerungswürdig gilt – und was...

Workshop 1: HDP Nexus short dip.

Krisen verlaufen heute selten in getrennten Bahnen. Humanitäre Not, strukturelle Armut und politische Instabilität greifen ineinander, verstärken sich und lassen sich immer weniger mit isolierten Maßnahmen bewältigen. Der „Humanitarian-Development-Peace-Nexus“ rückt deshalb ins Zentrum internationaler Debatten. Sein Anspruch ist es, die Stärken der Humanitären Hilfe (Humanitarian), der Entwicklungszusammenarbeit (Development) und der Friedensförderung (Peace) gleichzeitig nutzbar zu...

Workshop 3: Feministische dekoloniale Solidarität in der Entwicklungszusammenarbeit.

Wie kann internationale Entwicklungszusammenarbeit solidarisch sein, ohne koloniale Machtverhältnisse zu reproduzieren? Feministische und dekoloniale Perspektiven machen deutlich, dass gut gemeinte politische Leitlinien und institutionelle Reformen häufig in Spannungsfelder geraten. Der Workshop 3 der Entwicklungstagung in Innsbruck eröffnete einen kritischen Reflexionsraum über Ambivalenzen, Dilemmata und mögliche Wege transnationaler Solidarität. Zwischen Anspruch und Struktur: Warum Solidarität nicht...

Workshop 4: Wir und die Anderen. Eine interaktive Vorstellung über die Begegnung mit dem Anderen und uns.

Die Perspektive wechseln, die eigene Rolle hinterfragen, den Blick auf andere Menschen öffnen: Der Workshop 4 auf der Entwicklungstagung 2025 führte die Teilnehmenden mitten hinein in die Welt des „Theaters der Unterdrückten“ nach Augusto Boal. Unter der Leitung des Theaterpädagogen Armin Staffler wurde der Raum zu einer Bühne gemeinsamer Erkundung: Wie begegnen wir dem „Anderen“?...

Workshop 6: Was ist nur mit der Revolution passiert? Zur autoritären Wende in Nicaragua.

Trotz der geringen Größe Nicaraguas ist seine Geschichte vielen Menschen in Österreich, die sich für den Globalen Süden interessieren, ein Begriff – denn lange Zeit unterstützten Solidaritätsbewegungen aus Europa und Nordamerika die sandinistische Revolution. Eine zentrale Figur der revolutionären Kämpfe in den 1970er Jahren, die sich danach als Ministerin der ersten demokratischen Regierung für Menschen-...

Workshop 8: Wie Klimagerechtigkeit und Friedensarbeit verknüpfen? Ansätze & Praxiserfahrungen.

Unsere Gegenwart ist stark geprägt von sozialer Ungleichheit, gewaltsamen Konflikten und Umweltzerstörung – diese Krisen verstärken einander, werden aber oft isoliert betrachtet. Der Workshop „Wie Klimagerechtigkeit und Friedensarbeit verknüpfen?“, geleitet von Sophia Stanger vom Austrian Centre for Peace und Juliana Krohn von der Universität Graz, widmete sich im Rahmen der Entwicklungstagung in Innsbruck der Frage,...

Workshop 9: Die Rechte zukünftiger Generationen.

Unsere Gegenwart ist geprägt von sich überlagernden Krisen: geopolitische Spannungen, eine zunehmende Aushöhlung demokratischer Strukturen und die spürbaren Folgen der Klimakrise. Vor diesem Hintergrund rückt eine Frage immer stärker in den Fokus: Welche Verantwortung tragen wir heute gegenüber jenen Generationen, die erst noch geboren werden? Genau dieser Frage widmete sich der Workshop „Rechte zukünftiger Generationen“,...

Workshop 12: Freihandel adé – scheiden tut weh? Die Krise des Welthandelssystems.

Stehen wir wirklich vor dem Ende der Globalisierung? Und falls ja: Sollten wir ihr nachtrauern? Diesen Fragen stellten sich Lisa Mittendrein, die als Referentin für Globalisierungsökonomie bei der Arbeiterkammer Wien tätig ist, und Theresa Kofler von „Anders Handeln“ in ihrer semi-interaktiven Führung durch das Interregnum des Welthandelssystems. Globalisierung und Freihandel: Eine Einführung. Nachdem Mittendrein und...

C3-Radio: Die Entwicklungstagung 2025.

Die aktuelle Ausgabe des C3-Radios führt nach Innsbruck, zur Entwicklungstagung 2025, die heuer unter dem Fokus von SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen – stand. Seit über zwei Jahrzehnten ist die Tagung ein zentraler Ort des Austauschs in der österreichischen Entwicklungsforschung, und in diesem Jahr zeigte sie besonders deutlich, wie eng globale Stabilität,...
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Die Entwicklungstagung im ORF - Sendung "Hohes Haus" vom 30.11.2025

Wie lässt sich Entwicklungszusammenarbeit rechtfertigen, wenn staatliche Budgets knapper werden und die innenpolitischen Prioritäten steigen? Dieser Frage geht ein aktueller Beitrag der Sendung Hohes Haus nach. Im Mittelpunkt steht die Entwicklungstagung in Innsbruck, bei der österreichische Abgeordnete über die Zukunft der internationalen Verantwortung Österreichs diskutierten. Besonders beleuchtet wird ein zentrales Podium der Tagung, das sich...
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Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Österreich und die SDGs.

Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen einen Meilenstein gesetzt: 193 Mitgliedsstaaten einigten sich auf die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs) – die nachhaltigen Entwicklungsziele. Insgesamt 17 Ziele, die bis 2030 erreicht werden sollen, bilden seitdem den globalen Rahmen für eine gerechtere, friedlichere und nachhaltigere Welt. Nun, zehn Jahre später, zog die Plattform SDG Watch...

Peace & Justice Talk #4: Kranichpolitik im Zeitalter der Elefanten.

Wie kann Österreich zwischen geopolitischen Interessen und normativer Verantwortung zu Frieden, Gerechtigkeit und starken Institutionen beitragen? Freitag, 14. November 2025, 11.15 Uhr, live am Instagram-Account der Entwicklungstagung sowie als Aufzeichnung auf unserem YouTube-Kanal: Wenn Sie auf das Video klicken, wird es über YouTube aufgerufen. Bitte beachten Sie die Datenschutzbestimmungen von YouTube Mit Gudrun Kugler (ÖVP)...

Das KuchenStück

Als Highlight für den zweiten Abend der Tagung wird die „Dernière“, die letzte Aufführung des Forumtheater-Stücks „Das Kuchenstück“ von spectACT, dem Verein für politisches und soziales Theater, stattfinden. In mehreren Workshops erarbeitet, immer wieder adaptiert, immer noch auf der Suche nach Ideen und Optionen für mehr Verteilungsgerechtigkeit. Projektträger: spectACT – Verein für politisches und soziales...