Das Programm wurde in der ARGE Entwicklungstagung ausgearbeitet. Die Konzeption versteht sich als Prozess, in dem sich verschiedene Akteur*nnen einbringen können bzw. konnten. Die Koordination und Steuerung des Prozesses liegt beim Paulo Freire Zentrum.
Freitagabend, 11.11.2022:
17.00 Uhr: Eröffnung, Begrüßung
- Gemeinderat Thomas Gegenhuber, in Vertretung von Bürgermeister Klaus Luger (Stadt Linz)
- Landtagsabgeordnete Helena Kirchmayr, in Vertretung von Landeshauptmann Thomas Stelzer (Land Oberösterreich)
17.30 Uhr: Verstehen: „Globale Ungleichheiten, COVID19, Krieg und Gewaltverhältnisse“
Eröffnungspolylog mit drei Sprecherinnen, der ausgehend von Länderbeispielen Formen der Ungleichheit anspricht, die sich besonders in der COVID19-Pandemie gezeigt haben; diese werden mit struktureller Gewalt, Krieg und Intersektionalität in Zusammenhang gebracht.
Speaker*innen:
- Paula Banerjee (Internationale Assoziation für Studien über erzwungene Migration (IASFM), Kolkata/Indien)
- Ella Lamakh (Democracy Development Center, Kyiv/Ukraine)
- Nelly Busingye (Publish What You Pay (PWYP) International Secretariat, Kampala/Uganda)
Moderation: Karin Fischer, Uni Linz/Mattersburger Kreis
Zum Bericht über den Eröffnungspolylog
Zur Videoaufzeichnung des Eröffnungspolylogs
ca. 20.00 Uhr: Dreierlei Wraps von „Good Karma“– vegan & vegetarisch, regional & bio
Samstag, 12.11.2022:
9.00h: morgendlicher Einstieg: Die ADA aktuell und die Krisen dieser Welt. Erwin Künzi, Leiter des Referates Themen und Qualität der ADA (in Vertretung von ADA-Geschäftsführer Dr. Friedrich Stift), im Gespräch mit Andreas Obrecht (appear/OeAD).
zum Bericht über das Gespräch zur österreichischen EZA-Förderung
9.15-10.45 Uhr: Handeln: „Umkämpfte Staatlichkeit und Friedensarbeit. Ansätze zur Verminderung der globalen Schieflage“
Wie wirken sich gewaltsame Konflikte wie der aktuelle Aggressionskrieg Russlands auf die Ukraine auf geopolitische Verhältnisse aus? Welche Folgen haben diese für Ungleichheit? Wie könnte eine humanistisch-feministische Außen- und Sicherheitspolitik aussehen, die militärische Konflikte mindert, weil es mehr Gleichberechtigung gibt?
- Keynote von Victoria Scheyer (Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) sowie Women’s International League for Peace and Freedom, WILPF)
- Kommentar von Ulrich Brand (Universität Wien, Forschungsverbund Lateinamerika)
- Plenardebatte

Moderation: Andreas Obrecht (appear/OeAD)
Dieser Plenarteil ist eine Kooperation mit FREDA – Die grüne Zukunftsakademie
Zum Bericht über das Panel
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Pause mit Kaffee & Co
11.15 – 13.00 Uhr: Die interaktiven Workshops
Workshops dauern jeweils 1.45h und arbeiten intensiv, interaktiv und TeilnehmerInnen-orientiert, in kleinen Seminarräumen mit max. 20 TN. Zu den Workshop-Themen
Mittagessen + Pause in der KHG-Mensa JKU
14.30 – 19.00 Uhr: Die parallelen Foren
Die Themen der Foren bringen regionale und konzeptionelle Dimensionen in ihrer Widersprüchlichkeit zusammen. Die Foren folgen den gemeinsamen Leitfragen der Entwicklungstagung.
In den Foren sollen Thesen zur Beantwortung dieser Leitfragen generiert werden. Pro Forum soll, so möglich, jeweils eine ReferentIn aus dem Globalen Süden (der auch die europ. Peripherie einschließt!) mitwirken. Eine gute Mischung aus SprecherInnen aus den Bereichen Wissenschaft und NGO wird angestrebt, ebenso wie eine Gender-Balance. Es sollen 3 bis max. 5 SprecherInnen beteiligt werden.
Foren dauern 4 Stunden, umrahmen die Nachmittagspause und finden in überschaubaren Hörsälen statt und arbeiten mit einem Mix aus Kurzvorträgem & Podiumsdiskussionen. Sie sind für jeweils 40-70 TN konzipiert.
Themen der Foren (Details):
1. Grundlagenforum: Was ist globale Ungleichheit? zum Bericht
2. Ungleichheit im globalen Agrar- und Ernährungssystem. zum Bericht
3. Ungleichheit gegenSteuern. zum Bericht
4. Ungleiche Globalisierte Produktion und nachhaltige Industriepolitik. zum Bericht
5. Ungleichheit, Migration und Klimagerechtigkeit: Stimmen aus dem Globalen Süden. zum Bericht
6. Ungleiche Staatlichkeit. zum Bericht
16.00-17.00 (Zeitfenster): Pause von 30min mit Kaffee & Co
19.00 Uhr: Abendessen / Büffet (zum Selberzahlen)
20.00 bis ca. 23.00: Abendprogramm: Musik, Freude und viel Kommunikation – ein Konzert von und mit Christoph & Lollo.
Sonntag, 13.11.2022
9.00 – 9.15 Uhr: morgendlicher Einstieg: „Global Female Future“: Andreea Zelinka, Mitherausgeberin des Buches „Globale Female Future“, stellt die Publikation vor, die anlässlich des 40 jährigen Bestehens der Frauen*solidarität entstanden ist.
9.15 – 9.45 Uhr: Transformativ-partizipatives Theater mit Susanna Stich-Bender
9.45 – 11.00 Uhr: Lernen: „Wir wissen schon längst die Lösung des Problems. Oder nicht?“
Zwei Plenarvorträge zu einem relevanten Aspekt der Frage nach Globaler Ungleichheit, mit Perspektive auf Strategien und Lösungen, unter Berücksichtigung der aktuellen geopolitischen Verhältnisse.
1) Ivo Lesbaupin (Brasilien): Wo entstehen eigentlich neue Ansätze? Wie kann man der sozialen und ökologischen Krise begegnen? Was sind die Alternativen zum vorherrschenden wirtschaftlichen und sozialen Paradigma?
2) Joy W. Ndubai (Kenia): Was könnte globale Steuergerechtigkeit bewirken? Die Aussichten der kontinentalen Freihandelszone AfCFTA (African Continental Free Trade Area) und die Herausforderungen eines zukünftigen Binnenmarktes – und wie das Engagement der EU und Afrikas das gegenseitige Lernen zwischen den Behörden unterstützen könnte.
Moderation: Martina Neuwirth (VIDC/Mattersburger Kreis)
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Pause mit Kaffee & Co
11.15-12.45h: Lernen: Modelle konfrontieren – Allianzen bilden.
fishbowl mit den ReferentInnen aus den Foren & more.
Beim abschließenden fishbowl werden Handlungsoptionen und politische Forderungen, die in den Foren diskutiert wurden, zusammengetragen und in einem kritisch-konstruktiven Dialog einander gegenübergestellt. Zuletzt soll auch nach der Rolle der SDGs oder alternativer Konzepte für eine wirksame Verringerung globalen Ungleichheiten in ihren vielfältigen Dimensionen (race, class, gender…) gefragt werden.
Moderation: Julia Günther (WIDE – Entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven)
zum Bericht über die Abschlussdiskussion
12.45 Uhr: Abschluss & Abschiedsgruß
13.00 Uhr: Ende
Rahmenprogramm:
- Infostände der beteiligten Organisationen
- Bücherstand des Mattersburger Kreises
- Kinderbetreuung