Thema: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen.

Gewichtige Worte bilden das 16. Ziel der Sustainable Development Goals: Friede, Gerechtigkeit und starke Institutionen. Es formuliert eine große Vision, sind doch Friede und Gerechtigkeit alte Menschheitsträume. Als vorletztes Ziel führt es so viele Dimensionen wie kein anderes der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zusammen. Diese Dimensionen scheinen auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen....

Das Programm der #ET2025.

Das Programm der Entwicklungstagung 2025 in Innsbruck wurde in der ARGE Entwicklungstagung ausgearbeitet. Die Konzeption erfolgte in einem mehrjährigen Prozess, an dem sich ca. 15 verschiedene Akteur*innen eingebracht haben. Die Koordination und Steuerung des Prozesses lag beim Paulo Freire Zentrum. Fr., 21.11.2025, 13:00-16:30 Uhr: Studentische Vorkonferenz Als Vorprogramm der Entwicklungstagung gibt es für (Ex-)Studierende und...

Eröffnungspolylog: Global Governance und Geopolitik.

Können die Sustainable Development Goals (SDGs) halten, was sie versprechen? Was braucht es heute für echte nachhaltige Entwicklung? Das Eröffnungspanel in Form eines Polylogs stand ganz im Zeichen des SDG 16 „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“, das sich als roter Faden durch die diesjährige Entwicklungstagung zog. Karin Fischer (Uni Linz, Mattersburger Kreis) stellte sich als...

Keynote Diskussion: Demokratie, Autoritarismen und die Zukunft der Entwicklungspolitik. Fachbeiträge aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Der Samstagmorgen der Entwicklungstagung startete mit Fachbeiträgen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft zum Thema Demokratie, Autoritarismen und der Zukunft der Entwicklungspolitik. Moderator war Andreas Obrecht, Leiter des Wissenschaftsbereichs für Entwicklungszusammenarbeit des OeAD (Agentur für Bildung und Internationalisierung) in Bildung und Forschung. Die Hauptrede hielt Stephan Klingebiel, Leiter des Forschungsprogramms inter- und transnationale Kooperation des IDOS (deutsches...

Paneldiskussion: Demokratie, Autoritarismen und die Zukunft der Entwicklungspolitik. Eine Debatte mit österreichischen Nationalratsabgeordneten.

Internationale Kooperationen und Entwicklungszusammenarbeit (EZA) geraten zunehmend unter politischen Druck. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Rolle die EZA in einer Zeit wachsender geopolitischer Spannungen, autoritärer Tendenzen und innenpolitischer Polarisierung einnehmen kann. Wie soll damit umgegangen werden, dass in vielen Ländern Entwicklungspolitik verstärkt sicherheits- oder migrationspolitisch interpretiert wird? Mit diesen Fragen beschäftigte sich...

Plenarvortrag: Frieden und Konfliktmanagement – Women, Peace & Security.

Am 31. Oktober 2000 bekräftigte die UN mit der Resolution 1325 „on women and peace and security“ die Rolle der Frauen für Konfliktlösung und Friedenserhalt. Damit wurde auch die Notwendigkeit ihrer Partizipation in Friedensprozessen sowie Maßnahmen zum Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt, vor allem in Konfliktzonen, betont. Angesichts der von Aufrüstung und Kriegen geprägten Gegenwart behandelte...

Plenarvortrag: Gerechtigkeit und environmental justice.

Weltweit sind indigene Völker von mehr als einem Drittel aller dokumentierten Umweltkonflikte betroffen. Die meisten davon hängen mit Bergbau, fossilen Energieträgern, großen Staudammprojekten oder der Landwirtschaft zusammen. Am häufigsten berichten betroffene Gemeinschaften über Landenteignungen und den damit einhergehenden Verlust ihrer Lebensgrundlagen. Eine wesentliche Ursache dieser Entwicklungen ist die Energiewende im Globalen Norden: Sie erhöht den...

Workshop A: Menschenrechte und Umweltstandards in einer neuen Ära der Globalisierung.

2024 deckten Journalist*innen der New York Times erhebliche Menschenrechtsverletzungen in Indiens Zuckerplantagen auf. Die Recherche offenbarte neben missbräuchlichen Arbeitsverhältnissen und Kinderarbeit auch Frauen, die zu Hysterektomien gedrängt wurden, um Menstruationsschmerzen oder Schwangerschaften als vermeintliche Beeinträchtigung ihrer Arbeitsleistung auszuschließen. Unter den Marken, die ihren Zucker von diesen Plantagen beziehen, sind auch „Coca-Cola“ und „PepsiCo“. Erst nach...

Workshop B: Frauen-Friede-Klimagerechtigkeit.

Wie hängt Geschlechtergerechtigkeit mit Umweltrechten zusammen? Jennifer Pitter-Lopez (Licht für die Welt) Grettel Navas (Universidad de Chile), Julia Scharinger und Birgit Mayerhofer (beide trans:verse) gestalteten einen Workshop für die Entwicklungstagung in Innsbruck. Die Einheit wurde dreigeteilt und umfasste die themenübergreifende, intersektionelle Thematik von Gender, Friede und Klimagerechtigkeit. Ein Entscheidungsspiel. Eine spielerische Einleitung eröffnete den Workshop:...

Workshop C: Illicit Financial Flows – Drivers of Insecurity and Inequality.

Im Rahmen der 9. Österreichischen Entwicklungstagung an der Universität Innsbruck fand am 22. November ein vom Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC) organisierter Workshop zu Illicit Financial Flows (IFFs) statt. Moderiert von Martina Neuwirth beleuchtete der Workshop Ursprung, Ausmaß und politische Steuerungsmöglichkeiten illegaler Finanzströme aus globaler, afrikanischer und regional-europäischer Perspektive. Als Referentinnen wirkten...

Workshop D: Gerechtigkeit denken – Frieden schaffen. Szenarien für eine lebenswerte Zukunft.

Wie könnte ein gerechtes und friedliches Zusammenleben in Zukunft aussehen? Wer trägt Verantwortung für globale Ungleichheiten, und welche Rolle spielen dabei individuelle Lebensstile, politische Entscheidungen oder wirtschaftliche Strukturen? Und wie malen wir uns unsere Zukunft aus – hoffnungsvoll, konfliktreich oder ein Mix aus beidem? Diese und weitere Fragen standen im Zentrum eines Workshops auf der...

Workshop E: Tirol post/kolonial – das Globale im Regionalen (Teil 1).

Kolonialismus wird häufig mit fernen Orten und vergangenen Jahrhunderten verbunden. Der Workshop „Tirol post/kolonial – das Globale im Regionalen“ zeigte im Rahmen der Entwicklungstagung 2025 in Innsbruck, wie tief globale Ungleichverhältnisse im tagtäglichen Leben verwurzelt sein können: Durch Straßennamen, Konsumverhalten und kulturelle Praktiken. Ein kritischer Rundgang führte entlang verschiedener Stationen durch die Innenstadt der Tiroler...

Workshop E: Tirol post/kolonial – das Globale im Regionalen (Teil 2).

An der nächsten Station vor der Innsbrucker Hofburg rückten Herrschaft und Erinnerung im öffentlichen Raum in den Mittelpunkt. Thematisiert wurde dabei auch die Benennung von Straßen und Plätzen als Ausdruck politischer Entscheidungen und gesellschaftlicher Wertevorstellungen. Welche Personen oder Ereignisse im Stadtbild sichtbar gemacht werden, sagt viel darüber aus, was als erinnerungswürdig gilt – und was...

„Das KuchenStück“: Forumtheater als Experimentierfeld gesellschaftlicher Veränderung.

Die Forumtheaterproduktion „Das Kuchenstück“, präsentiert von spectACT – Verein für politisches und soziales Theater unter der Leitung von Armin Staffler, schmückte den Samstagabend der Österreichischen Entwicklungstagung. Entstanden ist diese Produktion auf Initiative der Katholischen Frauenbewegung der Diözese Innsbruck. Das KuchenStück. Nach einem langen Tag voller Vorträge, Workshops und Diskussionen klang der Samstagabend der Tagung mit einem...

Workshop 1: HDP Nexus short dip.

Krisen verlaufen heute selten in getrennten Bahnen. Humanitäre Not, strukturelle Armut und politische Instabilität greifen ineinander, verstärken sich und lassen sich immer weniger mit isolierten Maßnahmen bewältigen. Der „Humanitarian-Development-Peace-Nexus“ rückt deshalb ins Zentrum internationaler Debatten. Sein Anspruch ist es, die Stärken der Humanitären Hilfe (Humanitarian), der Entwicklungszusammenarbeit (Development) und der Friedensförderung (Peace) gleichzeitig nutzbar zu...

Workshop 2: Forschen in Konfliktregionen: Einblicke und Herausforderungen.

Wie kann wissenschaftliche Arbeit in politisch fragilen und konfliktsensitiven Regionen gestaltet werden? Der Workshop „Project Work in Conflict-Affected Countries“ gab einen differenzierten Einblick in diese Thematik und zeigte, welche strukturellen, sicherheitspolitischen und methodischen Herausforderungen entstehen, wenn Forschung unter unsicheren Rahmenbedingungen stattfindet. Hochschulprojekte in Ostafrika mit österreichischer Beteiligung. Der erste Erfahrungsbericht wurde von Caroline Paparu (PhD...

Workshop 3: Feministische dekoloniale Solidarität in der Entwicklungszusammenarbeit.

Wie kann internationale Entwicklungszusammenarbeit solidarisch sein, ohne koloniale Machtverhältnisse zu reproduzieren? Feministische und dekoloniale Perspektiven machen deutlich, dass gut gemeinte politische Leitlinien und institutionelle Reformen häufig in Spannungsfelder geraten. Der Workshop 3 der Entwicklungstagung in Innsbruck eröffnete einen kritischen Reflexionsraum über Ambivalenzen, Dilemmata und mögliche Wege transnationaler Solidarität. Zwischen Anspruch und Struktur: Warum Solidarität nicht...

Workshop 4: Wir und die Anderen. Eine interaktive Vorstellung über die Begegnung mit dem Anderen und uns.

Die Perspektive wechseln, die eigene Rolle hinterfragen, den Blick auf andere Menschen öffnen: Der Workshop 4 auf der Entwicklungstagung 2025 führte die Teilnehmenden mitten hinein in die Welt des „Theaters der Unterdrückten“ nach Augusto Boal. Unter der Leitung des Theaterpädagogen Armin Staffler wurde der Raum zu einer Bühne gemeinsamer Erkundung: Wie begegnen wir dem „Anderen“?...

Workshop 5: Transforming Norms, Building Futures: Justice and Empowerment for Massai Women in Tanzania.

In Tansania, einem Schwerpunktland der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, befinden sich kulturelle Normen und Frauenrechte häufig in einem Spannungsfeld. Eva-Maria Wimmer und Elisabeth Stöhr moderierten auf der Entwicklungstagung 2025 einen vom Welthaus der Diözese Innsbruck und der Dreikönigsaktion organisierten Workshop, der sich mit Herausforderungen und Chancen der Arbeit in dem ostafrikanischen Land auseinandersetzte. Als Referentinnen teilten Namnyak...

Workshop 6: Was ist nur mit der Revolution passiert? Zur autoritären Wende in Nicaragua.

Trotz der geringen Größe Nicaraguas ist seine Geschichte vielen Menschen in Österreich, die sich für den Globalen Süden interessieren, ein Begriff – denn lange Zeit unterstützten Solidaritätsbewegungen aus Europa und Nordamerika die sandinistische Revolution. Eine zentrale Figur der revolutionären Kämpfe in den 1970er Jahren, die sich danach als Ministerin der ersten demokratischen Regierung für Menschen-...

Workshop 7: Nachhaltiger Tourismus als Chance für Entwicklung.

Der globale Tourismussektor steht an einem Scheideweg. Angesichts ökologischer Grenzen und sozialer Ungleichheiten besteht Handlungsbedarf. Die Agenda 2030 bietet einen wichtigen Orientierungsrahmen, um den Tourismus zu einem nachhaltigen und gerechten Wirtschaftszweig zu machen. Zum Erreichen der SDGs kommt dem Sektor eine wichtige Rolle zu, da der Wirtschaftszweig zehn Prozent des globalen Bruttoinlandprodukts ausmacht. Die Bedeutung...